Ehren- und Hauptamtliche


Zusammenarbeit und Konfliktmanagement in heterogenen Teams

Die Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamtlichen in Gemeinden, aber auch in gemeinnützigen Vereinen, im Gesundheits- und im Erziehungswesen weist Besonderheiten auf. In Gemeinden ist der Anspruch bzgl. einer friedlichen Konfliktlösung hoch, gleichzeitig ist mit den eigenen Werten und Glaubensüberzeugungen der Kern des Menschen betroffen. In Krankenhäusern, Seniorenzentren, Hospizeinrichtungen und Beratungsstellen bündeln sich persönliche, brisante Ausnahmesituationen, Anliegen, Nöte, was zu einer nochmaligen Zuspitzung von Konflikten führen kann. In Kindertagestätten steht das Wohl des Kindes im Mittelpunkt, eine Diskrepanz zwischen Erwartungen und Machbarkeit kann Enttäuschungen hervorrufen und den Austausch erschweren. Konflikte in diesen Lebensbereichen sind juristisch nicht lösbar, eine behutsame Kommunikation und die intensive Arbeit an der Fähigkeit, den Sachverhalt aus der Wahrnehmungsposition des anderen zu sehen, werden zur Voraussetzung für Zusammenarbeit und Konfliktlösung.

In Gemeinden ist die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen selbstverständlich und Teil des Auftrages. Aber auch viele der anderen Einrichtungen setzen auf die Aufgabenverteilung zwischen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, was große Vorteile jedoch auch auch riskante Stolperfallen mit sich bringen kann:

  • die heterogene Zielsetzung und die vielschichtige Motivation soll genutzt werden
  • gesundheitliche oder seelische Extremsituationen machen Menschen verletzbarer
  • sobald Fürsorgepflichten tangiert werden, stehen teils tiefgreifende Emotionen im Raum
  • in Gemeinden treffen unterschiedliche Glaubenseinstellungen aufeinander
  • Ehrenamtliche tragen in Vereinen auch Arbeitgeberverantwortung für Hauptamtliche
  • professionelle Arbeitsbedingungen für Hauptamtliche müssen sichergestellt werden
  • die Überschneidung von privatem und beruflichem Einsatz ist überdurchschnittlich hoch

Maßgeschneiderte Konfliktlösungen mit Berücksichtigung persönlicher Interessen und Emotionen sind von großer Bedeutung, um Freiwillige zu motivieren, zu halten, ihre intrinsische Motivation zu stärken, aber auch den Hauptamtlichen ein professionelles, motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten. Konflikte in gesundheitlichen und seelischen Extremsituationen verschärfen die Notlage und sollen schnell, unbürokratisch und möglichst umgehend gelöst werden. Hier kann die Mediation einen guten Beitrag leisten.

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mediation der Arbeitsstelle kokon für konstruktive Konfliktbearbeitung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern stehe ich als Trainerin und Mediatorin Gemeinden auch über diese Kontaktstelle zur Verfügung.
www.arbeitsstelle-kokon.de kokon

Für diesen Bereich bietet sich die Weiterbildung der Mitarbeitenden hinsichtlich Kommunikation, konstruktiver Konfliktfähigkeit und Zusammenarbeit im Team an. Teamtage, Motivationsveranstaltungen oder Impulswochenenden können mit speziell konzipierter Wissensvermittlung kombiniert werden und einen effektiven Transfer in den Alltag möglich machen. Einige Anregungen zu Vorträgen und Workshops sind unter Training zu entnehmen.

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