In gemeinnützigen Vereinen und Kirchengemeinden treffen Menschen aufeinander, deren Zusammenarbeit nicht oder nicht nur durch Arbeitsverträge geregelt sind. Die Freiwilligkeit und das gemeinsame Ziel ist ein Schatz. Die Freiwilligkeit bringt andere Herausforderungen mit sich als ein klassisches Arbeitsverhältnis. Inwieweit passt sich wer an? Wer entscheidet? Was hält wer aus, wenn nicht alles so läuft wie gewünscht? Inwieweit brauchen wir den Blick von außen? Arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche zusammen, dann kommte es vor, dass sich deren Motivation und innerer Antrieb gelegentlich stark unterscheiden. Dies kann besonders bei Meinungsunterschieden und in Konfliktsituationen zum raschen Rückzug der Ehrenamtlichen, zu Verletzungen oder zu übergriffigem Verhalten gegenüber den Hauptamtlichen führen. Ressourcen und Stolperfallen können sein:
- die heterogenen Erfahrungsfelder und die vielschichtige Motivation
- starker Einfluss starker Persönlichkeiten, Rückzug der Stillen
- notwendige Entscheidungswege oder Strukturen müssen selbst erarbeitet werden - erfordern hohe Verantwortungsbereitschaft
- Werte-, Religions- und Weltanschauungsfragen machen Menschen verletzbarer
- Ehrenamtliche tragen gelegentlich Arbeitgeberverantwortung für Hauptamtliche - hohe Verantwortung
- professionelle Arbeitsbedingungen für Hauptamtliche sind nicht selbstverständlich, erfordern sensible Wahrnehmung seitens der Ehrenamtlichen
- Überschneidung von privatem und beruflichem Einsatz ist überdurchschnittlich hoch
Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mediation der Arbeitsstelle kokon für konstruktive Konfliktbearbeitung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern stehe ich als Trainerin und Mediatorin Gemeinden auch über diese Kontaktstelle zur Verfügung.
www.arbeitsstelle-kokon.de 
Für diesen Bereich bietet sich die Weiterbildung der Mitarbeitenden hinsichtlich Kommunikation, konstruktiver Konfliktfähigkeit und Zusammenarbeit im Team an. Teamtage, Motivationsveranstaltungen oder Impulswochenenden können mit speziell konzipierter Wissensvermittlung kombiniert werden und einen effektiven Transfer in den Alltag möglich machen. Einige Anregungen zu Vorträgen und Workshops sind unter Training zu entnehmen.
